EINRICHTUNGEN

20212020
Krankenhäuser1515
davon Fachkliniken33
Einrichtungen der Behinderten- und Seniorenhilfe99
Ambulante Einrichtungen und Facharztzentren1312
Hospize22
Dienstleistungsgesellschaften1616

BETTEN + PLÄTZE*

20212020VERÄND. IN %
Betten in Krankenhäusern4.0444.0440,00%
Plätze in Langzeiteinrichtungen9149140,00%

* nach Planbetten

UMSATZENTWICKLUNG + KENNZAHLEN*

EINRICHTUNGEN (in %) DER ST. FRANZISKUS STIFTUNG

-KRANKENHÄUSER (25,86 %)
-FACHKLINIKEN (5,17 %)
-BEHINDERTEN- UND SENIORENHILFE (15,52 %)
-AMBULANTE EINRICHTUNGEN UND FACHARZTZENTREN (22,41 %)
-HOSPIZE (3,45 %)
-DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFTEN (27,59 %)

20212020VERÄND. IN %
Umsatzerlöse (konsolidiert)1.084.2471.041.4434,11%
aus stationären Krankenhausleistungen778.276762.4052,08%
aus ambulanten Krankenhausleistungen61.74058.3145,88%
Sonstige betriebliche Erträge17.21515.8618,54%
Personalaufwand701.951672.5524,37%
Materialaufwand286.817272.8455,12%
Investitionen55.94759.995-6,75%
davon gefördert19.90926.510-24,90%

* in Tsd.

UMSATZENTWICKLUNG

(in Tsd. €)

2015 » 2016 +8,15 % 

2016 » 2017 +3,57 %

2017 » 2018 +13,10 %

2018 » 2019 +6,23 %

2019 » 2020 +4,91 %

2020 » 2021 +4,11 %

 

St_Elisabeth_Beckum_304

LEISTUNGEN AKUTBEHANDLUNGEN – Konzern*

20212020VERÄND. IN %
Stationäre Patienten147.245146.9250,22%
Ambulante Patienten400.205366.6929,14%
Behandlungstage886.037879.3890,76%
Durchschnittliche Verweildauer*6,025,990,54%
Konzern-Case Mix Index0,8570,8441,54%

* Ohne Psychiatrie

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER*

20212020VERÄND. IN %
Krankenhäuser11.26710.5616,68%
Weitere Einrichtungen1.0661.0511,43%
Stiftung/Dienstleistungsgesellschaften1.9561.9271,50%
Gesamt14.28913.5395,54%

* Kopfzahlen

MITARBEITERFORTBILDUNG IN UNSEREN EINRICHTUNGEN

Fortbildungs- stunden 2021*Fortbildungs- stunden 2020*
Ärztlicher Dienst57.67443.143
Pflegedienst110.92678.879
Medizinisch-technischer Dienst13.52611.275
Funktionsdienst30.62419.539
Klinisches Hauspersonal541613
Wirtschafts- und Versorgungsdienst2.5942.302
Technischer Dienst231149
Verwaltungsdienst7.4516.808
Sonderdienst1.8121.560
Andere Dienstarten12.8588.542
Gesamt238.237172.810

* ohne unsere gewerblichen Tochtergesellschaften, die eigene Fortbildungen für ihre Mitarbeiter anbieten.

Fortbildungsstunden (Gesamt)

  • 2020
  • 2021

AUSBILDUNGSPLÄTZE*

20212020
Gesundheits- und Krankenpflege882632
Geburtshilfe/Hebammen4442
OTA / CTA / ATA10277
Diätassistenten6654
Medizinische Fachangestellte3033
Sonstige kaufmännische Berufe, Bürokaufleute, Kaufleute für Gesundheitsberufe33
Berufe im Versorgungsdienst00
Heilerziehungspfleger2328
Weitere Auszubildende8077
Gesamt1230946

Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen auf höchstem Niveau

Wirbelsäulenerkrankungen sind ein Volksleiden. Fast drei Viertel aller Deutschen leiden darunter. Damit sich die Erkrankung nicht zu einem Dauerleiden entwickelt, ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig. Denn je länger Wirbelsäulenbeschwerden bestehen, umso schwieriger wird die Diagnose und umso komplexer wird das Krankheitsbild. An mehreren Standorten der Franziskus Stiftung beispielsweise in Hamm, Kamp-Lintfort und Münster haben Fachkliniken und Fachbereiche medizinische Schwerpunkte ausgebildet, um Erkrankungen im Bereich der Wirbelsäule zu diagnostizieren und mit modernen Methoden zu behandeln. Um „State of the Art“ zu bleiben, spielen Zertifizierungen, medizin-technische Entwicklungen und nicht zuletzt der fachliche Austausch auf Kongressen eine wichtige Rolle.

Wirbelsäulenspezialzentrum des St. Bernhard-Hospitals von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifiziert

Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) hat die Klinik für Operative Orthopädie des St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort als „Wirbelsäulenspezialzentrum der DWG“ zertifiziert. Damit wird die Expertise des Kamp-Lintforter Krankenhauses für operative Versorgung auch komplexer Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen anerkannt, welche die Behandlung der Wirbelsäulenpatienten auf höchstem Niveau ermöglicht. Dazu gehört auch die Möglichkeit der vollendoskopischen Wirbelsäulenchirurgie. „Diese Auszeichnung unterstreicht die Qualität unserer Therapie und stellt ein Alleinstellungsmerkmal am gesamten Niederrhein dar“, hebt Geschäftsführer Josef Lübbers hervor. „Durch diese Zertifizierung zeigen wir auf, dass wir die spezifischen Vorgaben für Indikations-, Struktur- und Prozessqualität einhalten. Wir dokumentieren sämtliche Behandlungsdaten und machen so unsere Arbeit und unsere Ergebnisse überprüfbar“, erläutert Dr. Martin Grummel, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie.

Als Hauptkooperationspartner freut sich auch sein Chefarzt-Kollege Dr. Florian Danckwerth von der Klinik für Konservative Orthopädie und Manuelle Medizin über die Zertifizierung und die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Wirbelsäulenspezialzentrum in Hamm erhält Qualitätssiegel

Auch die Klinik für Neurochirurgie gemeinsam mit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an der St. Barbara-Klinik Hamm wurden in Kooperation mit weiteren Fachbereichen durch die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zum Wirbelsäulenspezialzentrum Level II zertifiziert. „Damit wird die Expertise der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH für die konservative und insbesondere operative Versorgung auch komplexer Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen anerkannt, welche die Behandlung der Wirbelsäulenpatienten auf höchstem Niveau ermöglicht. „Das ist eine herausragende Entwicklung für die St. Barbara-Klinik“, unterstreicht Geschäftsführer Thorsten Keuschen die Bedeutung der Zertifizierung, „die Kompetenzen der Neurochirurgie und Orthopädie ergänzen sich hierbei zum Wohle des Patienten“.

Apparativ steht für die komplexen chirurgischen Eingriffe eine vollumfängliche mikrochirurgische und endoskopische OP-Ausstattung mit intraoperativen Monitoring der Nerven – und Rückenmarksfunktion sowie mit der intraoperativen Neuronavigation zur Verfügung. „Mit den vorhandenen Möglichkeiten können wir die Patienten möglichst minimal-invasiv operieren und so eine schonende Behandlung umsetzen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Christian Ewelt.

„Durch die Enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer beiden Kliniken können die Wirbelsäulenproblematiken unserer Patienten differenziert und individuell betrachtet werden“, ergänzt der Nachfolger von Dr. Helmut Bülhoff und neue Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. Adrian Komadinic die Vorteile des gemeinsamen Wirbelsäulenzentrums.

Neues Navigationsgerät in der Wirbelsäulenchirurgie

In der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des St. Franziskus- Hospitals Münster wurde jetzt erstmalig in Europa ein neuartiges Navigationsgerät im OP eingesetzt. Die in Kanada entwickelte „7D Surgical Machine Vision Technologie“ verwendet eine hochentwickelte Kameratechnologie, die der GPS-Navigation selbstfahrender Autos ähnelt. In nur wenigen Sekunden wird ein dreidimensionales Echtzeitbild erstellt. „Diese Technologie ermöglicht uns Wirbelsäulenimplantate mit noch größerer Präzision einzubringen. Hochkomplexe Eingriffe können schneller und komplikationsärmer durchgeführt werden. Das neue Gerät ist ein großer Gewinn für unsere Klinik und für unsere Patientinnen und Patienten“, berichtet Prof. Dr. Ulf Liljenqvist, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie.

Neben der Verbesserung der Patientensicherheit verringert die neue Hightech-Anlage die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende erheblich. „Mit diesem neuen Navigationsgerät haben wir in der Wirbelsäulenchirurgie einen bedeutenden Meilenstein im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. Das computergestützte Verfahren zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung in der Medizin unseren Patientinnen und Patienten direkt zugutekommen kann“, so Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand Franziskus Stiftung.

Tatort Rücken – Wirbelsäulenexperten tagten erstmals in Münster

Zu ihrer Jahrestagung trafen sich Wirbelsäulen-Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt zum ersten Mal in Münster. Über 1.000 Spezialisten waren der Einladung von Prof. Dr. Ulf Liljenqvist, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Skoliosezentrum am St. Franziskus-Hospital, gefolgt. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG) und diesjähriger Gastgeber leitete er den Kongress in der Halle Münsterland. Der Kongress hat sich als größte und bedeutendste deutschsprachige Veranstaltung auf diesem Gebiet etabliert, bei dem die Teilnehmenden über eines der größten Volksleiden des Landes diskutieren: Wirbelsäulenerkrankungen.

In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Markus Lewe die Bedeutung großer Fachkongresse für die Stadt Münster: „Als eine Stadt der Wissenschaft wird hier Zukunft gemacht.“ Dies trifft in besonderem Maße auch auf die DWG zu, die u.a. mit innovativen Aus- und Weiterbildungskonzepten internationale Maßstäbe setzt.

Unter dem Motto „Tradition und Innovation“ referierten führende internationale Experten über bewährte Therapieverfahren und Neuerungen. Thematische Schwerpunkte bildeten dabei Deformitäten im Kindes- und Erwachsenenalter sowie Knochentumoren im Bereich der Wirbelsäule. Da die Wirbelsäulenchirurgie eng mit technischem Fortschritt verbunden ist, wurden außerdem die neusten technischen Innovationen und OP-Techniken vorgestellt.

Das Wirbelsäulen-Team der Orthopädischen Klinik I freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung (v. li.): Oberarzt Dr. Samy Hassounah, Oberärztin Lucia Trepper und Chefarzt Dr. Martin Grummel.

Foto: St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort

Freuen sich über die Zertifizierung der St. Barbara-Klinik zum Wirbelsäulenspezialzentrum: Peter Potysch, Kaufmännischer Direktor, Priv.-Doz. Dr. Christian Ewelt, Chefarzt der Neurochirurgie, Dr. Helmut Bülhoff, ehemaliger Chefarzt Unfallchirurgie und Orthopädie, Jens Alberti, Pflegedirektor sowie Thorsten Keuschen, Geschäftsführer (v.l.n.r.).

Foto: St. Barbara-Klinik Hamm

Prof. Dr. Ulf Liljenqvist (2.v.r.), Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital und Dr. Marc Schneider (r.), erster Oberarzt, freuen sich gemeinsam mit Björn Geitz (l.) und Schreynel D`Mello (2.v.l.) von den Firmen Silony und 7D, über den erfolgreichen Einsatz des Navigationsgerätes.

Foto: St. Franziskus-Hospital Münster

Prof. Dr. Ulf Liljenqvist, Präsident des DWG Jahreskongresses 2021.

Foto: St. Franziskus-Hospital Münster

Zahlen, Daten und Fakten

Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster:
Level 1 Wirbelsäulenzentrum, höchste Stufe entspricht einem Zentrum der Maximalversorgung.
Anzahl der Operationen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen p.a. 1.256
Anzahl der konservativen Behandlungen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen = 341
Die meisten Behandlungen/Krankheitsbilder im Bereich Wirbelsäule sind degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule, kindliche und erwachsene Wirbelsäulendeformitäten.
Kliniken für Orthopädie im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort:
Wirbelsäulenspezialzentrum der DWG (Deutsche Wirbelasäulengesellschaft).
Anzahl der Operationen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen p.a. 315
Anzahl der konservativen Behandlungen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen = 1.134
Die meisten Behandlungen/Krankheitsbilder im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen sind Wirbelgelenkarthrose, verschleißbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, Frakturen der Lendenwirbelsäule und des Beckens und Bandscheibenvorfälle.
Kliniken für Neurochirurgie und Unfallchirurgie/Orthopädie in der St. Barbara-Klinik Hamm:
Wirbelsäulenspezialzentrum der DWG (Deutsche Wirbelasäulengesellschaft).
Anzahl der Operationen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen p.a. 778
Anzahl der konservativen Behandlungen im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen = 454
Die meisten Behandlungen/Krankheitsbilder im Zusammenhang mit Wirbelsäulenerkrankungen sind Wirbelgelenkarthrose, verschleißbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, Frakturen der Lendenwirbelsäule und des Beckens und Bandscheibenvorfälle.

Platzhalter / geplante Artikel noch in Arbeit

Gemeinsam an den franziskanischen Wurzeln arbeiten

Artikel von Frau Teßarek

Das „neue“ Mutterhaus – ein Ort der Begegnung

Am 2. Juli 2020 wurde ein neues Haus mit einer Kapelle von Bischof Dr. Felix Genn eingeweiht.

Der Neubau hat einen Wohntrakt, eine Kapelle und eine große Multifunktionshalle für Veranstaltungen. Das Bauprojekt ist eine Antwort auf die Veränderungen im Ordensleben und die schwindenden Zahlen von Schwestern. Im Haus, das ein Teil des Mutterhauses ist, lebt in Gruppe von fünf Schwestern und Zimmer für Gäste, die sich eine Auszeit vom Alltag wünschen oder das Leben im Kloster erleben wollen. Gastfreundschaft soll gelebt werden und wir möchten neue Wege finden, um das Leben im Glauben zu teilen.Ich wünsche mir, dass unsere Kapelle und unser Mutterhaus ein Ort ist, wo Menschen mit Gott in Berührung zu kommen.

Die neue Kapelle im Mutterhaus

Die Kapelle als Begegnungsraum zwischen Gott und den Menschen ist der Mittelpunkt jeder Ordensgemeinschaft. Der Raum steht für die geistliche Quelle, aus der die Ordensleute schöpfen und aus der sie ihre Kraft für den Alltag beziehen. Der Raum will ein Ort sein, an dem die Gemeinschaft mit Gott und den Betenden erfahrbar wird, der mitten in der Hektik des Tages Momente der Stille und des Betens ermöglicht und zugleich mit seinem Zusammenspiel von Licht, Farbe und Form eine Ahnung von der Gegenwart Gottes in der Welt vermittelt. Betrachtet man die neue Kapelle aus diesem Blickwinkel, dann wird schnell klar, dass ihre Bedeutung über das neue Klostergebäude hinausreicht. Kommt man auf das Gelände des Mutterhauses am Franziskusweg in Münster, dann liegt sie prominent vor den anderen Gebäuden. Ein schlichtes Kreuz auf dem Dach weist auf den heiligen Ort hin. Die Kapelle lädt ein, hier einzukehren, still zu werden, den Kontakt zu Gott zu suchen und gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Gemeinsam Leben teilen

Missionare der Heiligen Familie ziehen in das Mutterhaus der Mauritzer Franziskanerinnen

Am Mittwoch, den 15. Juni 2022 war es soweit. Nach intensiver und langer Vorbereitung kamen die Patres und Brüder der Missionare von der Heiligen Familie mit ihrem Provinzial Pater Egon Färber zu uns ins Mutterhaus und gehören nun schon einigen Wochen zu unserer Hausgemeinschaft. Nach 100-jähriger Präsenz im Kloster Betzdorf haben sie diesen Standort verlassen müssen.

Es war für die Missionare sicherlich ein schwerer Abschied aber auch ein hoffungsvoller Neubeginn. Und für uns Schwestern ist es auch irgendwie ein Neubeginn. An Fronleichnam trafen wir uns zum näher kennenlernen zu einem gemeinsamen Abend im Refektorium. Sr. Diethilde stellte unsere Gemeinschaft und das Mutterhaus vor. Und für uns war es dann sehr interessant, aus dem Leben der einzelnen Missionare zu hören. Dieser Austausch setzt sich im jetzt im Alltag bei Begegnungen weiter fort. Schön ist es beim morgentlichen Gottesdienst, wenn unser Gesang durch die Männerstimmen unterstützt wird. Zehn Patres und Fratres wohnen bereits seit einigen Monaten im Haus Maria-Trost und sind so mit ihren Mitbrüdern auf kurzem Wege verbunden.

Provinzial Pater Egon Färber berichtet von seinen Erfahrungen folgendes:

Geplante Artikel noch in Arbeit

Provinzoberin Sr. Diethilde ergänzte:

In unserer Ordensgemeinschaft ist das Kleiner werden ebenfalls ein Thema. Bereits in 2021 zeichnete sich ab, dass mittelfristig 12 Räume im Mutterhaus leer stehen würden und es standen Überlegungen zur Nachnutzung an. Seit dem 15.6.2022 wohnen nun die Missionare von der Heiligen Familie mit 11 Mitgliedern in einem eigenen Bereich unseres Mutterhauses sowie 2 Patres im sognannten Kleinen Vatikan. Uber 10 Brüder und Patres zogen inzwischen ins Haus Maria – Trost. Die jeweiligen Ordensoberen sind zuversichtlich, dass dieses Experiment gelingt und auch anderen Ordensgemeinschaften ein Beispiel sein kann, wie man trotz sinkender Gemeinschaftszahlen noch ein gutes Ordensleben in Gemeinschaft führen kann.

Einfache Lösung – doppelte Leitung

Die Strukturen einer Ordensgemeinschaft ist so, dass Schwestern in Konventen (Wohn- und Lebensgemeinschaft) zusammenleben und jeder Konvent eine Oberin hat, die von den Schwestern der Provinzleitung für drei Jahre ernannt wird. Die Konventsoberin fördert das Leben jeder einzelnen Schwester sowie das Zusammenleben aller. Sie ist verantwortlich für das geistliche Leben im Konvent und sie vertritt den Konvent nach außen.

Mit Blick auf die heutige Situation in unseren großen Konventen ist es notwendig und zukunftsweisend eine neue Struktur zu überlegen, so eine Empfehlung des Provinzkapitels im Herbst 2021. Das Provinzkapitel tagt alle vier Jahre, wo Schwestern die Situation der Ordensgemeinschaft prüfen und neue Weichen für die Zukunft stellen. Die Schwestern des Provinzkapitels empfehlen der Provinzleitung, qualifizierte Mitarbeiterinnen für Leitungsaufgaben in unseren großen Konventen einzustellen. Das würde die Oberinnen entlasten und ihnen die Möglichkeit geben, für die Schwestern und deren persönlichen Belangen da zu sein.Diese Empfehlung wurde schnell umgesetzt und so haben die zwei Alteneinrichtungen, das Heriburg Haus in Münster, das Franziskus Haus in Nordwalde und das Mutterhaus eine gleichberechtige Leitung von zwei Personen.

Seit dem 1. März 2022 ist Frau Maria Goldmann die Hausleiterin und Schwester M. Hiltrud Oberin des Konventes im Mutterhaus in Münster. Das Mutterhaus ist Sitz des Generalates der internationalen Gemeinschaft und der Deutschen Ordensprovinz. Es ist der Lebensort des Konventes mit z.Zt. 53 Schwestern der Franziskanerinnen, einen Konvent von 3 indischen Ordensfrauen der Franziskaner Klarissen. Seit Juni 2022 lebt ein Konvent von 13 Patres der Missionare der hl. Familie in unserem Haus.

Schwester M. Hiltrud ist zuständig für die persönlichen Belange und das geistliche Leben der Schwestern. Frau Goldmann ist Ansprechperson für die Mitarbeiterinnen und die Versorgung der Schwestern mit den Dingen des alltäglichen Lebens.Die franziskanische Gastfreundschaft ist uns wichtig und so sind Gäste aus dem In- und Ausland immer willkommen!

Es gibt viele Feste und Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Regelmäßige Besprechungen und eine gute Kommunikation sowohl der Leitung als auch mit allen MitarbeiterInnen und Schwestern ist uns wichtig, damit das Zusammenleben aller gut ist. Ein vielfältiges und buntes Leben aller ist bei uns im Mutterhaus zu erleben!

 

Text und Foto sind noch nicht freigegeben!!

Patientenportal/„FranziskusApp“:

Franziskus Stiftung kooperiert mit Kölner Smart Healthcare Pionier m.Doc

Als einer der ersten Krankenhausverbünde in Deutschland entwickelt die St. Franziskus-Stiftung Münster gemeinsam mit dem Hersteller m.Doc aus Köln ein Patientenportal (Smart Clinic), das sämtliche Kriterien des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) erfüllt. Vor allem aber bietet die Smart Clinic Patientinnen und Patienten Zugang zu allen für sie relevanten Gesundheitsinformationen vor, während und nach einem Krankenhausaufenthalt in einer Klinik der Franziskus Stiftung. Das Patientenportal steht zugleich unkompliziert als sogenannte „FranziskusApp“ auf mobilen Endgeräten zur Verfügung, sodass jederzeit von jedem Ort aus auf die bereitgestellten Daten zugegriffen werden kann.

Mit den Services der smarten Applikation werden die Patientinnen und Patienten aktiv und selbstbestimmt in die Abläufe ihres Klinikaufenthaltes eingebunden. Die „FranziskusApp“ bietet jedoch noch viel mehr Annehmlichkeiten: Sämtliche administrativen Fragen können geklärt, Abläufe abgestimmt, Eigenanamnese sowie Therapiepläne aufgestellt und erläutert werden und auch ein umfassendes medizinisches Hintergrundwissen steht für die Patientinnen und Patienten auf Knopfdruck bereit. „Durch diese vor allem lückenlose Kommunikation schaffen wir Vertrauen und Transparenz bei den Patientinnen und Patienten, entlasten unser Klinikpersonal und können sogar das Behandlungsergebnis positiv unterstützen,“ freut sich Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand Franziskus Stiftung, über die Vorteile des Patientenportals.

Zeitintensive Prozesse vereinfachen

Mit Hilfe der Smart Clinic beginnt die Aufnahme der Patientinnen und Patienten bereits zuhause: Einige zeitintensive vorstationäre Prozesse, etwa individuelle Termin- und Therapievereinbarungen, die Erfassung von Fragebögen und Aufnahmeunterlagen oder ein spezieller Patientenbedarf – zum Beispiel zur Ernährung, zur Medikation oder zur Aufklärung – können so schon vor dem eigentlichen Klinikaufenthalt abgewickelt werden. Und auch während des Krankenhausaufenthaltes benötigen Patientinnen und Patienten zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Informationen: Von der Vorstellung der pflegerischen und ärztlichen Teams über Speisepläne, Fragebögen, Stationsabläufe, Sprechzeiten und Termine bis hin zu individuellen Übungen – Patientinnen und Patienten können mit dem Patientenportal Smart Clinic stets über ihr eigenes mobiles Endgerät wichtige Informationen rund um ihren Aufenthalt einsehen.

Offene Informationsarchitektur und Datensicherheit

„Bei all unseren Entwicklungen legen wir großen Wert auf Interoperabilität – das heißt, auf eine offene Architektur und offene Schnittstellen. Das ist der Grund, weshalb ein stationärer Aufenthalt mit unserem Patientenportal Smart Clinic lange vor dem eigentlichen Betreten der Klinik beginnt und selbst mit der Entlassung nicht enden muss. Patientinnen und Patienten können beispielsweise mit Blick auf die Anschlussmedikation oder Rehabilitationsmaßnahmen weiter betreut werden“, führt Admir Kulin, CEO m.Doc GmbH, einige Vorzüge der Smart Clinic aus.

Programmierung und Implementierung des Patientenportals bzw. der „FranziskusApp“ erfolgen Schritt für Schritt in den kommenden Monaten, sodass die „FranziskusApp“ bzw. die Smart Clinic bereits ab Herbst 2022 in den ersten Hospitälern der Franziskus Stiftung zur Verfügung stehen. „Selbstverständlich erfüllt unsere Patienten-App alle von der Politik im KHZG festgeschriebenen Kriterien insbesondere mit Blick auf IT- und Datensicherheit,“ so Dr. Nils Brüggemann, Vorstand Franziskus Stiftung.

Dr. Nils Brüggemann (Vorstand Franziskus Stiftung), Udo Lavendel (Director Sales Deutschland, m.Doc GmbH), Dr. Daisy Hünefeld (Vorstand Franziskus Stiftung), Admir Kulin (CEO m.Doc GmbH, Köln) sowie Detlef Lübben (Geschäftsführer FACT IT) anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Münster.

Foto: Franziskus Stiftung

Per App durch das St. Franziskus-Hospital Münster

Krankenhaus bietet digitalen Wegweiser

Aus dem Straßenverkehr sind Navigationssysteme nicht mehr wegzudenken. Jeder der schon einmal in einem großen Krankenhaus war, weiß, dass die vielen Flure und Etagen schnell verwirrend sein können. Im St. Franziskus-Hospital Münster gibt es deshalb die Orientierung per App: Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher können sich mit der Indoor-Navigation der Firma „WEGZWEI“ nun sicher durch das Hospital lotsen lassen.

Das WEGZWEI System funktioniert mithilfe von Mini-Satelliten. Hierfür wurden die Gebäudepläne des Hospitals digitalisiert und in bestimmten Abständen kleine Geräte an der Decke installiert, die über Bluetooth mit den Endgeräten kommunizieren. Die App funktioniert denkbar einfach: Nach der kostenlosen Installation kann man sich von jedem beliebigen Standort im Hospital zu dem gewünschten Zielort, beispielsweise eine Ambulanz oder eine Station, navigieren lassen. Während der Navigation ist keine Internetverbindung nötig. Sollte eine geplante Routenführung z.B. aufgrund einer Baustelle nicht möglich sein, wird eine alternative Wegstrecke ausgegeben. Die App-Installation ist zur Nutzung der Navigation aber nicht zwingend erforderlich. Auch über die Website des Krankenhauses kann man sich leiten lassen oder die Route von zuhause aus planen und die Navigation vor Ort starten. Zudem steht im Eingangsbereich des Hospitals ein Terminal bereit, das die Wegstrecken auf einem Bildschirm anzeigt.

„Durch die verschiedenen, teils sehr verwinkelten Gebäudeteile des St. Franziskus-Hospitals ist es für Patientinnen und Patienten und Besuchende eine große Herausforderung, sich zurecht zu finden. Mit der neuen Navigation wollen wir hier Abhilfe schaffen“, berichtet Geschäftsführerin Annika Wolter und betont gleichwohl: „Das Angebot einer persönlichen Begleitung durch die Ehrenamtlichen der Christlichen Krankenhaushilfe bleibt selbstverständlich bestehen“.

Elektronische Patientenakte (ePA) im Einsatz

Maria-Josef-Hospital Greven ist Pilotprojekt der Franziskus Stiftung

„Die ePA hält alle medizinischen und pflegerischen Informationen der einzelnen

Patientinnen und Patienten digital bereit und unterstützt unser Personal somit bei der Versorgung“, sagt Kathrin Engels, Ärztliche Direktorin im Maria-Josef-Hospital. In der ePA werden von der Anamnese über Arztbriefe und Befunde auch die Pflegedokumentation und Medikation sowie anstehende Untersuchungen gespeichert. Durch eine zentral strukturierte elektronische Ablage sind alle diese relevanten Informationen in Echtzeit im gesamten Krankenhaus und für alle an der Behandlung beteiligten Personen verfügbar. Verwendet werden Module der ORBIS-Produktfamilie von Dedalus. Ein knappes Jahr sah der straffe Projektzeitplan für die Einführung der ePA vor – vom ersten Treffen des stiftungsweiten Projektteams bis hin zum Echtbetrieb.

Mobile Visitenwagen für die ePA

„Zunächst wurden die technischen Voraussetzungen geschaffen. So stand als erstes der notwendige WLAN Ausbau im Krankenhaus an“, berichtet Frank Engelberts als Projektleiter der unterstützenden FACT IT GmbH. Im zweiten Schritt wurden mobile Visitenwagen für die Stationen gekauft und ein digitales Archivierungssystem eingeführt. Die neuen mobilen Visitenwagen sind in der Lage, dem ärztlichen Dienst sowie dem Pflegepersonal die für die Behandlung der Patientinnen und Patienten notwendigen Informationen überall umgehend zur Verfügung zu stellen – egal ob im Patientenzimmer, auf Station oder im Untersuchungsraum.

Offenheit der Anwender:innen

Einen großen Part im Projekt machten die Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit der neuen Technik und Software zur Dokumentation der Pflegeprozesse aus. „Die Pilotierung im Maria-Josef-Hospital war sehr erfolgreich, wozu maßgeblich die Offenheit und Motivation der Anwenderinnen und Anwender in unserem Haus beigetragen hat. Schon im März 2022 waren alle unsere Stationen erfolgreich umgestellt“, erklärt Anja Ewering, Projektkoordinatorin ePA für das Maria-Josef-Hospital in Greven.

Stiftungsweite Umsetzung geplant

Im laufenden Jahr 2022 werden weitere Kliniken der St. Franziskus-Stiftung die ePA einführen. Aktuell ist auch das Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen in das Projekt eingestiegen. „In 2024 werden wir die vollständig elektronische Pflege- und Behandlungsdokumentation in allen Krankenhäusern der Franziskus Stiftung eingeführt haben und so mit einem einheitlichen digitalen Standard arbeiten, mit dem wir einen großen Beitrag zur zukunftsorientierten Versorgung unserer Patientinnen und Patienten, aber auch zur Entlastung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten“, freut sich Dr. med. Daisy Hünefeld vom Vorstand der Franziskus Stiftung.

„Holomedizin“ im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort:

Erfolgreicher Viszeralchirurgie-Workshop und ausgezeichnete Präsentation:

In einem speziellen Workshop des St. Bernhard-Hospitals Kamp-Lintfort ging es um die sogenannte „Holomedizin“: Sie hilft durch künstliche Intelligenz und erweiterte Realität, komplexe Operationen beispielsweise im Bereich der Viszeralchirurgie zu vereinfachen. Chefarzt Prof. Dr. Gernot M. Kaiser und sein Leitender Oberarzt Dr. Mark Banysch hatten dazu Ärztinnen und Ärzte aus ganz Nordrhein-Westfalen eingeladen. Im gutbesuchten Auditorium wurden sowohl die bisherige Entwicklung dieser innovativen Technik von Mark Banysch vorgestellt als auch deren Möglichkeiten in der Chirurgie von Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm und Speiseröhre aufgezeigt. Als Gastredner konnte Prof. Dr. Lars Gerhard Großterlinden gewonnen werden, der als Vorreiter der Holomedizin gilt. Er sprach über die zukünftigen Einsätze dieser Technik im Bereich von Traumatologie und Orthopädie.

Gernot Kaiser und sein Team setzen Holomedizin vor allem in der Operationsvorbereitung ein. „Sie hilft uns beispielsweise, die Ergebnisse einer Computertomografie an Ort und Stelle zu sehen, denn das Holo-Bild wird unmittelbar auf die betroffenen Bereiche des Patienten projiziert. Wir haben dann sozusagen einen „‚gläsernen Patienten“, so der Lintforter Chefarzt. Im interaktiven Workshop, in dem Teilnehmer und Referenten gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten testeten, wurden die Anwesenden mit Holomedizin vertraut gemacht.

Wie attraktiv diese neue Technik für Chirurgen ist, erfuhr Kaisers Facharzt Genadi Mero auf der Jahrestagung der NRW-Chirurgen. Dort präsentierte er die neue Technologie und ihre Anwendungsmöglichen vor und während einer Operation. Dabei war Genadi Mero so überzeugend, dass er mit einem Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag beim Chirurgenkongress ausgezeichnet wurde. „Dass wir sehr stolz auf diese Auszeichnung von Herrn Mero sind, ist sicher verständlich, denn dieser Preis geht sonst fast nur an Universitäten“, berichtet Gernot Kaiser. „Es ist also auch eine sehr gute Referenz, dass wir uns als Krankenhaus mit einer solch innovativen Technik intensiv beschäftigen.“

v.l.n.r.: Berthold Krellmann, Regionalleiter FACT GmbH, Irene Scheiba und Maaged Mazyek, Gründer der WEGZWEI GmbH sowie Annika Wolter, Geschäftsführerin St. Franziskus-Hospital bei der Inbetriebnahme der Indoor-Navigation.

Foto: St. Franziskus-Hospital Münster

Pflegepersonal und Arztdienst am mobilen Visitenwagen bei der Arbeit.

Foto: Maria Josef-Hospital Greven

Das Hololens-Team der Allgemeinchirurgie: Facharzt Radoslav Donchev, Chefarzt Prof. Gernot M. Kaiser, Facharzt Genadi Mero und Oberarzt Dr. Marc Banysch.

Foto: St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort

Kamera-Kapsel liefert scharfe Bilder aus Magen und Darm

Neueste EndoskopieTechnik am Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen erlaubt nun auch Dünndarm-Diagnostik

Die Kapsel ist gerade einmal so groß wie eine Antibiotikum-Tablette, die kleine Kamera in ihr liefert allerdings hochauflösende Bilder des Dünndarms in HD-Qualität. Per Kapselendoskopie erhalten die Internisten und Gastroenterologen im Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen auf schonende Art und Weise Bewegtbilder, um den Beschwerden der Betroffenen auf den Grund zu gehen.

„Die Kapsel ergänzt unsere diagnostischen Möglichkeiten. Wir können nun den Dünndarm problemlos und schonend einsehen und der Patient muss quasi nur eine etwas größere Tablette schlucken,“ erklärt Dr. med. Frank Dederichs, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie. Der Patient schluckt die kleine Kapsel und lässt sie einfach ihre Arbeit machen. Während die Kamera im Verdauungstrakt Aufnahmen macht, trägt der Patient in einer Bauchtasche einen Empfänger mit sich, der die Bilder über eine drahtlose Verbindung speichert. Die Kapsel scheidet er dann einfach wieder aus. „Das Auswertungsprogramm arbeitet mit künstlicher Intelligenz. Der Computer rechnet doppelte Bilder heraus, markiert Auffälligkeiten und sagt voraus, welche Diagnose wahrscheinlich sein könnte“, berichtet Dr. Dederichs vom Vorgehen. „Natürlich schaut sich noch ein erfahrener Gastroenterologe den kompletten Film an und wertet die Bilder manuell aus.“

Sind die Bilder aus der Kapsel-Kamera auffällig, muss der Sache weiter auf den Grund gegangen werden. „Finden wir Auffälligkeiten, müssen wir uns jedoch noch einmal auf herkömmliche Weise ein Bild machen und Proben entnehmen“, so Dr. Dederichs.

Dann kommt das neue Enteroskop zum Einsatz. „Damit können wir nun auch den kompletten Dünndarm erreichen“, so Dr. Dederichs. Auch die neuen hochmodernen Endoskope liefern eine noch bessere Auflösung in HD-Qualität. Neue Lichtquellen mit LED sorgen für die richtige Ausleuchtung des Darms. Verschiedene Beleuchtungsarten erleichtern die Diagnostik. Statt Luft geben die Ärzte nun Co2 in den Darm, um ihn für die Diagnostik zu weiten. Dadurch werden quasi die unangenehmen ‚Nachwehen‘ reduziert.

Ein transnasales Gastroskop macht zudem eine Magenspiegelung über die Nase möglich. „Ein großer Vorteil für Patienten, die keine Narkose wünschen, aber Probleme beim Schlucken des Schlauches haben“, berichtet der Chefarzt aus der Praxis. „Wir freuen uns, unseren Patienten so viele neue, schonende Methoden anbieten zu können, um ihnen so die Untersuchungen möglichst angenehm zu gestalten.“

Für die Untersuchung muss nur eine kleine Kamera-Kapsel geschluckt werden.

Foto: Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen

Immer wieder erhalten unsere Einrichtungen besondere Auszeichnungen für ihre guten Leistungen und Angebote. An dieser Stelle zeigen wir Ihnen eine kleine Auswahl von ausgezeichneten Projekten:

kkvd Sozialpreis: Elke Büdenbender verleiht acht Projekten den kkvd Sozialpreis, darunter das Maria-Josef-Hospital Greven sowie das St. Franziskus-Hospital Ahlen

Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten, hat bei einer Online-Veranstaltung den Sozialpreis 2021 des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (kkvd) verliehen. Gewonnen haben insgesamt acht Projekte aus Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – darunter das Maria-Josef-Hospital Greven und das St. Franziskus-Hospital Ahlen – die exemplarisch für Gemeinsinn, Solidarität und Zusammenhalt in der Pandemie stehen. Sie wurden in Online-Abstimmungen aus 49 eingereichten Bewerbungen ausgewählt und erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro.

„Mein Dank und meine Glückwünsche gehen an die Gewinner des diesjährigen kkvd Sozialpreises. Die prämierten Projekte zeigen stellvertretend für alle eingereichten Bewerbungen, dass der Klinikalltag in der Pandemie nur gemeinsam bewältigt werden konnte. Es ist vorbildlich, wie Menschen hier füreinander Verantwortung übernommen haben. Und es ist ein schönes Zeichen, dass die katholischen Krankenhäuser mit diesem Preis etwas von der Solidarität, die sie während der Pandemie erfahren haben, an die Gesellschaft zurückgeben. Zugleich zeigen alle eingereichten Projekte auch, wie gut die katholischen Kliniken in ihre Gemeinwesen vor Ort eingebettet sind,“ so Elke Büdenbender, Schirmherrin des Sozialpreises der katholischen Krankenhäuser. Der kkvd Sozialpreis stand unter dem Motto „Gemeinsam. Mehr. Wert.“, wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und ist inzwischen zum fünften Mal vergeben worden.

Mut-Mach-Tüten

Die Lehrerinnen und Organisatorinnen des Hygienekurses, Birgit Beckmannshagen und Anna Sommer, hatten zusammen mit den Schüler:Innen der Kurse insgesamt 500 Tüten für Patienten und Pflegekräfte des St. Franziskus-Hospitals in Ahlen gepackt, um diese in der besucherfreien Pandemiezeit aufzuheitern. „Von dem Preisgeld laden wir als kleines Dankeschön die Schüler:innen ins Kino ein und planen bereits eine nächste Projektidee. Angedacht sind die Produktionen von Podcasts und kleinen Videos für Patienten, die wir dem St. Franziskus-Hospital Ahlen über einen Scancode zur Verfügung stellen werden, “ verriet Birgit Beckmannshagen bei der Scheckübergabe.

Das St. Franziskus-Hospital Ahlen gewann mit dem eingereichten Projekt „Mutmach-Tüten“ der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen den diesjährigen kkvd Sozialpreis 2021. Der Preis ist mit 1000,- € dotiert und wurde am Dienstag der Fritz-Winter-Gesamtschule überreicht. (v.l.n.r.) Lilli-Sophie Krampe-Hüttmann, Evelin Aksan, Vivien Halbig, Paul-Leander Quittek, Vivien Dasler, Birgit Beckmannshagen, Anja Rapos, Ben-Marten Quittek und Theresa Perk.

Foto: St. Franziskus-Hospital Ahlen

Mehr als 100 Teddybären aus Frotteetüchern stellte Luna Mackie für die Patientinnen und Patienten im Maria-Josef-Hospital in Handarbeit her.

Foto: Maria-Josef-Hospital Greven

Innovationspreis für „Gemeinsamen Tresen“/Kooperation der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen und des Krankenhaus St. Joseph-Stift als Leuchtturmprojekt der ambulanten Versorgung prämiert

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat vier herausragende Modelle ambulanter Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2021“ prämiert. Der erste Preis in der Rubrik „Versorgung 24/7“ ging an das Projekt „Gemeinsamer Tresen“ der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen und des Krankenhaus St. Joseph-Stift. Pandemiebedingt fand die Preisverleihung und Auszeichnung für das Konzept einer ersten Anlaufstelle für Notfallpatienten digital statt. Die gut 400 zugeschalteten Gäste aus Politik, Ärzteschaft und Forschung konnten über die Vergabe der Auszeichnung aus insgesamt 13 Regionalprojekten aus ganz Deutschland entscheiden.

Ausgezeichnete Gesundheit

„Wir freuen uns sehr über diesen tollen Erfolg und danken dem gesamten Team der KV Bremen, den Kolleginnen und Kollegen im Bereitschaftsdienst sowie dem Team des St. Joseph-Stift ganz herzlich für die hervorragende Arbeit“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren“, ergänzt Torsten Jarchow, Geschäftsführer des Krankenhaus St. Joseph-Stift. „Wir freuen uns für alle Beteiligten, dass das Engagement durch diese Auszeichnung eine Würdigung erfährt.“

Pilotprojekt aus Bremen

Hinter dem Konzept des „gemeinsamen Tresens“ steckt eine erste Anlaufstelle für Notfallpatienten. Diese ist rund um die Uhr zu erreichen und eng in die Strukturen des Krankenhauses eingebunden. Hier wird bei Patientinnen und Patienten, die ohne ärztliche Überweisung das Krankenhaus aufsuchen, durch Mitarbeitende der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen zunächst die Dringlichkeit der Behandlung ermittelt. Dies geschieht mithilfe eines erprobten Ersteinschätzungsverfahrens. Je nach Schwere der Erkrankung werden die Betroffenen dann direkt an die angemessene Versorgungsebene gelenkt. Dies kann der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KV sein, die Zentrale Notaufnahme des Krankenhauses, Arztpraxen oder andere Einrichtungen. „Es ist ein gelungenes Beispiel für eine hervorragende sektorenübergreifende Zusammenarbeit in der Notfallversorgung, von der die Patientinnen und Patienten sehr profitieren. Die kooperative, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen an der Behandlung Beteiligten, ist auch für uns zentraler Maßstab unseres Handelns. Und der Erfolg des Modells zeigt erneut, dass wir mit diesem gemeinsamen Ansatz auf dem richtigen Weg sind.“ so Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand Franziskus Stiftung.

„Das Konzept des „gemeinsamen Tresens“ erfüllt bereits heute die Anforderungen der Politik für die Reform der Notfallversorgung, die eine Entlastung der Notfallambulanzen bewirken soll. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser sollen künftig sogenannte integrierte Notfallzentren (INZ) als zentralen Punkt in den Kliniken einrichten.

Mit der Etablierung eines „gemeinsamen Tresens“ haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und das St. Joseph-Stift bereits im August 2019 eine Struktur wie die eines INZ in der Schwachhauser Klinik geschaffen. „Trägerweit haben unsere Krankenhäuser bereits frühzeitig in enger Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Kassenärztlichen Vereinigungen zukunftsfähige Modelle und Konzepte entwickelt, um den Herausforderungen einer fachgerechten und patientenorientierten Behandlung noch besser gerecht zu werden,“ betont Dr. Daisy Hünefeld.

Freuen sich über das ausgezeichnete Projekt: Die Teams der Kassenärztlichen Vereinigung und des Krankenhauses St. Joseph-Stift Bremen.
Freuen sich über das ausgezeichnete Projekt: Die Teams der Kassenärztlichen Vereinigung und des Krankenhauses St. Joseph-Stift Bremen.

Foto: St. Joseph-Stift Bremen

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Jean-Kunlin-Medaille für Prof. Dr. Giovanni Torsello

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG e.V.) hat Prof. Dr. Giovanni Torsello, Leiter des Instituts für vaskuläre Forschung am St. Franziskus-Hospital, die Jean-Kunlin-Medaille erhalten. Damit würdigt die Fachgesellschaft seine hervorragende Arbeit zur Entwicklung und Förderung der Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und ehrt seine besonderen Verdienste für das Fach und die Fachgesellschaft.

Die DDG e.V. verleiht die Jean-Kunlin-Medaille in unregelmäßigen Abständen an Medizinerinnen und Mediziner und Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise in der Gefäßmedizin engagieren. Jean Kunlin war einer der bedeutendsten Pioniere in diesem Fach. Der Franzose führte 1948 die erste Venenbypass-Operation durch, ein Eingriff, der heute zur gefäßchirurgischen Routine gehört.

Krankenhaushygiene am St. Elisabeth-Hospital Beckum

4. Qualitäts- und Transparenzsiegel erhalten

Der Verbund „EurSafety-Health-net“ verlieh dem St. Elisabeth-Hospital Beckum bereits zum vierten Mal das Qualitäts- und Transparenzsiegel für die hervorragende Umsetzung von Hygiene-Standards. Seit dem Jahr 2006 ist das Beckumer Krankenhaus Mitglied im grenzüberschreitenden deutsch-niederländischen Projekt „EurSafety-Health-net“, vormals MRSA-net, das unter anderem durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert wird. Hauptziele des Verbundes sind die Verbesserung der Vorbeugung von Krankenhausinfektionen und die Eindämmung der Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien.

„Die Krankenhäuser, die die Siegel erhalten, machen deutlich, dass Sie die bekannten Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Patienten vor MRSA-Infektionen (Multiresistente Keime) umsetzen, indem sie nachweislich vorgegebene Qualitätsziele umsetzen“, so Ulla Altewischer, Hygienefachkraft am St. Elisabeth-Hospital in Beckum.

Zu einer erfolgreichen Vorbeugung gehören grundsätzlich ein verringerter Verbrauch an Antibiotika und eine gute Klinikhygiene. „Vor allem müssen wir die Träger von MRSA erkennen und behandeln, bevor eine Infektion überhaupt entstehen oder der Erreger im Krankenhaus auf andere Patientinnen und Patienten übertragen werden kann“, erläutert Altewischer.

Um das vierte Qualitätssiegel zu erreichen, mussten acht Kriterienpunkte erfüllt werden, beispielsweise die Darstellung der gezielten Erfassung von Krankenhausinfektionen, die Kommunikation dieser Daten und ein sich daraus ableitender Maßnahmenplan. „Wir haben im vergangenen Jahr für alle Stations- und Funktionsabteilungen Hygienebeauftragte Pflegekräfte ausgebildet. Im ärztlichen Bereich sind sechs ausgebildete Hygienebeauftragte Ärzte tätig, sodass ein weiteres Kriterium für das Siegel erfüllt wurde.

Für die Einhaltung der geforderten Qualitätsziele ist das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend“, erklärt der Ärztliche Direktor, Guido Boucsein. Doch nicht nur das Personal, auch die Patienten und Besucher können zum Erfolg der Hygiene-Maßnahmen beitragen, indem sie beim Betreten oder Verlassen der Stationen eine Händedesinfektion durchführen.

Prof. Dr. Giovanni Torsello
Prof. Dr. Giovanni Torsello

Foto: St. Franziskus-Hospital Münster

Bild: Ursula Altewischer freut sich, für das St. Elisabeth-Hospital Beckum das 4. Qualitäts- und Transparenzsiegel erhalten zu haben.
Bild: Ursula Altewischer freut sich, für das St. Elisabeth-Hospital Beckum das 4. Qualitäts- und Transparenzsiegel erhalten zu haben.

Foto: St. Elisabeth-Hospital Beckum

Ab auf’s Dienstrad

In vielen Einrichtungen der Franziskus Stiftung gibt es das Angebot des Job Rads bzw. des Business Bikes. Mit den beiden Anbietern wurden – je nach Standorten – Kooperationsverträge geschlossen, sodass Mitarbeitende, die Interesse an dem Angebot haben, unkompliziert und unbürokratisch ein steuerlich gefördertes Dienstfahrrad leasen und nutzen können. Und so läuft es mit dem JobRad bzw. Business Bike rund: Interessierte Mitarbeitende suchen sich Ihr Wunschrad beim Fachhändler oder online aus – vom Rennrad bis zum E-Bike ist alles möglich. Die zuständige Einrichtung least dann das entsprechende Wunschrad und überlässt es dem Nutzer bzw. der Nutzerin.

Das Dienstrad kann dann jederzeit gefahren werden beispielsweise zur Arbeit, im Alltag, in den Ferien oder beim Sport. Die Leasinglaufzeit beträgt beispielsweise 36 Monate, die Leasingraten werden vom monatlichen Bruttogehalt einbehalten. Den Versicherungsbetrag für das Fahrrad zahlt die jeweilige Einrichtung.

Umwelt, Mobilität und Gesundheit sind zentrale Themen unserer Zeit und damit auch der Franziskus Stiftung. Mit der Einführung des JobRads bzw. des Business Bikes bieten die Stiftungseinrichtungen eine neue Möglichkeit der Mobilität und gehen einen großen Schritt in Richtung nachhaltige und gesundheitsfördernde Maßnahmen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Thema Dienstrad ins Rollen gekommen ist und hoffen, dass immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistert auf den Sattel steigen,“ so Nils Brüggemann, Vorstand Franziskus Stiftung.

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Attraktive Angebote für Mitarbeitende

MIVO (mitarbeitervorteile GmbH) kooperiert mit Einrichtungen der Franziskus Stiftung

An verschiedenen Standorten der Franziskus Stiftung können unsere Mitarbeitenden über ein sogenanntes „Vorteilsportal“ unterschiedliche Mitarbeitervorteile nutzen und bei über 400 Partnerunternehmen einkaufen und erhebliche Rabattierungen in Anspruch nehmen. Die Sonderkonditionen beziehen sich auf Kategorien wie Reisen, Elektronik, Lebensmittel, Haus & Garten, Gesundheit, Tierbedarf, Finanzen sowie lokale Einkaufsvorteile. Das Angebot wird laufend erweitert und steht jedem interessierten Mitarbeitenden zur Verfügung.

Neben den Angeboten werden im Blog und im saisonalen E-Magazin regelmäßig Artikel und Tipps rund um Themen Beruf und Familie bzw. Work-Life-Balance veröffentlicht.

Attraktive Angebote für Mitarbeitende.

Flexteams

Kompetente Unterstützung in der Pflege

An unseren münsterländischen Standorten Münster, Hiltrup, Telgte, Greven und Lüdinghausen sowie an den Standorten Ahlen, Beckum und Hamm haben wir mit den Flexteams ein flexibles Arbeitszeitmodell in der Pflege eingeführt: Im Flexteam können Pflegekräfte ihre Arbeitszeiten individuell bestimmen. Die Mitarbeitenden der Flexteams unterstützen die bestehenden Teams in den Krankenhäusern in den unterschiedlichsten Fachbereichen. Sie werden auf den Stationen eingesetzt, wo aufgrund von Krankheitsausfällen oder temporär offenen Stellen Bedarf ist. Dabei bestimmen die Kolleginnen und Kollegen selbst, wann und wie viel sie arbeiten möchten.

Dieses neue Arbeitsmodell kommt dem Wunsch vieler Pflegekräfte nach, ihren Dienstplan und private Belange wie z.B. die Familie, ein Hobby oder ein Studium besser aufeinander abstimmen zu können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist im klassischen Drei-Schicht-System meist schwierig und viele Fachkräfte kehren daher oftmals nach einer Elternzeit oder anderweitigen beruflichen Auszeiten nicht zurück in den Pflegeberuf. Hier haben wir mit dem Flexteam ein Programm genau für unsere Kolleginnen und Kollegen geschaffen. Darüber hinaus können sich Pflegekräfte fachlich orientieren, z.B. direkt nach der Ausbildung oder weiterqualifizieren.

„Wir gehen individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden ein. Ob jemand nur an bestimmten Tagen in der Woche oder immer nachts arbeiten möchte – im Flexteam ist fast alles möglich. Voraussetzung für eine Mitarbeit im Flexteam ist eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft oder Pflegehilfskraft“, erläutert Benedikt Menke, Leiter des Flexbüros in Münster. Durch die Flexteams soll der Dienstplan für alle Mitarbeitenden in den Stammteams auf den Stationen verlässlicher werden: Sie sollen zukünftig nicht mehr einspringen, wenn jemand ausfällt – das übernehmen die Kolleginnen und Kollegen aus den Flexteams. Diese können einen favorisierten Standort angeben, an dem sie gern eingesetzt werden möchten. Nach Möglichkeit werden sie überwiegend dort und in bis zu zwei weiteren Häusern der Region eingesetzt. Der Einsatz kann auch in Häusern beider Regionen erfolgen. Sie erhalten eine umfangreiche Einarbeitung und die gleichen tariflichen und betrieblichen Leistungen wie die Stamm-Mitarbeitenden auf den Stationen.

Die Zusammenarbeit und Kooperation der Flexteams über mehrere Häuser in den genannten Regionen bietet neben einem stabilen Dienstplan für die Pflegekräfte viele weitere Vorteile wie eine Auswahl an zahlreiche Fachrichtungen für die Einsätze und ein breit gefächertes Fortbildungsangebot.

Bildunterschriften (v.l.n.r.):


Benedikt Menke (i.B.r.) ist persönlicher Ansprechpartner für die neuen Flexteam-Mitarbeitenden im Münsterland und koordiniert ihre Einsätze.

Flexibel und teamorientiert: das Flexteam freut sich über Verstärkung.

Mehr Flexibilität für Beruf und Familie.

Für Hamm, Beckum und Ahlen übernehmen dies Veronika Grenzler, Anne Staljan und Nadine Berghoff.

Wir werden EINS

Mit dem Richtfest für den neuen Funktionstrakt auf dem Weg zum Baufinale.

Mit dem Richtfest für den neuen Funktionstrakt inkl. sechs neuer OP-Säle, Notaufnahme und Endoskopie, der Mitte des kommenden Jahres in Betrieb gehen soll, hat die St. Barbara Klinik Hamm auf dem Weg zum gemeinsamen Standort des St. Josef-Krankenhauses und der St. Barbara-Klinik in Heessen einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Denn auf der Großbaustelle am Heessener Wald entsteht momentan neben dem Funktionstrakt auch das neue Bettenhaus mit fünf Etagen plus Keller. Zuvor war bereits der Parkplatz deutlich vergrößert worden.

„Nach derzeitigem Stand kann der Zeitrahmen mit der endgültigen Fertigstellung des Funktionstraktes bis Mitte nächsten Jahres gehalten werden, die OP-Säle könnten eventuell bereits im März 2023 in Betrieb gehen,“ so Bauleiter Tim Wiese. Ebenfalls im Zeitplan ist das neue Bettenhaus, dessen Übergabe im September dieses Jahres erfolgen soll. Im November folgt dann der Einzug.

Neben den Bauarbeiten wird auch hinter den Kulissen kräftig am Projekt „Wir werden EINS“ gearbeitet. Regelmäßig trifft sich die Projektgruppe zum Meeting. Dabei wird unter anderem ausgearbeitet, wohin und wann die Mitarbeitenden aus Bockum-Hövel nach Heessen umziehen. Bis Jahresende soll der Umzug abgeschlossen sein. In welcher Reihenfolge einzelne Abteilungen bis dahin verlegt werden, „richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit“, so Geschäftsführer Thorsten Keuschen. „Ohne die ganzen Leute, die hier mithelfen, wäre das alles nicht möglich“, dankte Keuschen den zahlreichen Bauarbeitern, Handwerkern sowie allen Klinikmitarbeitenden.

Mit dem endgültigen Zusammenschluss beider Klinken und der damit verbundenen engen Verzahnung wird im kommenden Jahr in den Bereichen Medizin, Pflege und Therapie der Gesundheitsstandort Hamm nachhaltig gestärkt werden können.

Freuen sich über das Richtfest des Funktionstraktes: Polier Jürgen Niers (rechts) und Klinik-Geschäftsführer Thorsten Keuschen.
Freuen sich über das Richtfest des Funktionstraktes: Polier Jürgen Niers (rechts) und Klinik-Geschäftsführer Thorsten Keuschen.

Foto: Andreas Rother

Thorsten Keuschen legt Hand an beim Einmauern der Zeitkapsel.
Thorsten Keuschen legt Hand an beim Einmauern der Zeitkapsel.

Foto: Andreas Rother

Zum Richtfest gehört neben dem Richtkranz ein zünftiger Richtschmaus. Mitarbeitende und Gewerke waren herzlich eingeladen.
Zum Richtfest gehört neben dem Richtkranz ein zünftiger Richtschmaus. Mitarbeitende und Gewerke waren herzlich eingeladen.

Foto: Andreas Rother

Neues Bettenhaus fertiggestellt

Komfortable Zimmer im St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank

Nach umfangreichen Baumaßnahmen konnte das neue komfortable Bettenhaus im St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank fertiggestellt werden. Es beherbergt nun im Erdgeschoss 16 Zimmer des Wahlleistungsbereiches, während im ersten Stock 15 Zimmer des Regelleistungsbereichs zu finden sind.

„Mit unserem neuen Bettenhaus haben wir ein Angebot geschaffen, das nun zu dem hohen medizinischen Standard passt, den wir hier im Haus seit Jahren bieten. Uns war wichtig, dass sich die Patientinnen und Patienten bei uns wohl fühlen, trotz ihres gesundheitlichen Zustands, trotz ihrer Erkrankung und der vielleicht notwendigen Operation. Wir wollten weg vom kargen Krankenzimmer,“ definiert Julia Held, die Kaufmännische Direktorin des Hauses, die Anforderungen an den Neubau.

„Unsere Zimmer sind groß, komfortabel, hell und freundlich. Sie sind gleichzeitig modern und gemütlich – ein bisschen wie das Ambiente eines Hotels“, so Julia Held. Alle Zimmer sind mit barrierefreien Badezimmern ausgestattet. Außerdem verfügt jedes Bett über ein Multimedia-Patienten-Terminal, in dem ein eigenes Telefon, Fernseher und weitere Zusatzoptionen integriert sind. Auf den Etagen befinden sich neben den Patientenzimmern eine Lounge mit Kaffee-Spezialitäten, ein Ärztezimmer und Stationsstützpunkte, einige Nebenräume sowie das neue Fluchttreppenhaus.

Handwerker und Unternehmen aus der Region

Für den Neubau des Bettenhauses zeichnete die Düsseldorfer Dependance von Sander.Hofrichter mit den Architekten Thorsten König und Nina Heeger verantwortlich. Durch enge Kooperation, insbesondere mit den lokalen und regionalen Handwerkern, konnte der Bau in knapp 20 Monaten fertiggestellt werden. „Unsere Mitarbeiter freuen sich nun auf schöne neue Arbeits- und Betreuungsplätze“, weiß Dr. Conrad Middendorf, Geschäftsführer des Hauses.

Blick in die Lounge und die Patientenzimmer im neuen Bettenhaus des St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank.

Foto: St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank

Noah und der Regenbogen

Neue Wohneinrichtung der St. Vincenz-Gesellschaft nimmt den Betrieb auf

Susanne Vennewald und ihr Team hatten die Idee: Wenn es schon das Haus Regenbogen an der Vorhelmer Straße in Beckum gibt, dann muss auch die Hauptperson der biblischen Geschichte Namenspatron für die neue Wohneinrichtung der St. Vincenz-Gesellschaft sein. Wer kennt nicht den Bericht aus dem Buch Genesis von Noah, der die Arche als Hort für Mensch und Tier baute und nach der Sintflut den Regenbogen als Zeichen Gottes am Himmel sah?

Im Oktober des vergangenen Jahres zogen die ersten Bewohner in das „Haus Noah“ ein. 24 Menschen mit einer geistigen Behinderung finden dort eine neue Heimat. Ein Teil der Bewohnerinnen und Bewohner geht in den Freckenhorster Werkstätten einer regelmäßigen Arbeit nach, ein anderer Teil nimmt das Angebot der Tagesstruktur in Anspruch. Die sogenannte Tagesstruktur wird in einem separaten Gebäudeteil mit eigenem Außeneingang durch ein multiprofessionelles Team durchgeführt. Dort soll auch ein kleiner Anteil externer Nutzerinnen und Nutzer tagesstrukturierend begleitet und gefördert werden.

Haus Noah am Dalmerweg in Beckum

Foto: St. Vincenz-Gesellschaft Ahlen

Gruppenleiterin Madlin Garske freut sich über die schöne zentrale Lage des Hauses.
Gruppenleiterin Madlin Garske freut sich über die schöne zentrale Lage des Hauses.

Foto: St. Vincenz-Gesellschaft Ahlen

„Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen ihren Interessen gemäß selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft teilhaben und die ausgeprägte Infrastruktur am Wohnort nutzen können“, betont Stefan Finsterbusch, Einrichtungsleiter des St. Joseph in Neubeckum und damit auch zuständig für die dezentralen Wohnangebote in Beckum. Susanne Vennewald, die als Fachleiterin für „Haus Regenbogen“ und das neue Wohnheim am Dalmerweg verantwortlich ist, ergänzt: „Durch die zentrale Lage in Beckum gibt es beste Voraussetzungen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner.“ Damit weist sie auf die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, auf Sport- und Kulturangebote im Umfeld von „Haus Noah“ sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr hin.

Die Wohneinrichtung gliedert sich in drei Wohngruppen mit je acht Plätzen. Sämtliche Räume wurden barrierefrei gebaut. Die Bewohner leben ausschließlich in Einzelzimmern. Acht Zimmer sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle mit WC, Waschbecken und Dusche. Jede Wohngruppe hat einen Gemeinschaftsbereich mit Küche, Esszimmer und Wohnzimmer. Im Außenbereich wurde eine große Terrasse mit Sitzmöglichkeiten angelegt. „Haus Noah“ wurde von der St. Vincenz-Gesellschaft mbH mit eigenen Mitteln und Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch finanziert.

Linearbeschleuniger zieht in neues Ärztehaus Sankt Marien

„Erster Gast“ kurz vor der Eröffnung des neuen Ärztehaus Sankt Marien in der Schwachhauser Heerstr. 52a war ein Linearbeschleuniger für das Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie. Um das medizinische Großgerät an seinen Bestimmungsort, einen vorgelagerten Strahlenschutzbunker, zu bringen, wurde es zunächst per Autokran über das Dach des Ärztehauses gehoben und von dort aus weitertransportiert. Der insgesamt fast vier Tonnen schwere Linearbeschleuniger „Versa HD“ der Firma Elekta bildet das Herzstück des Zentrums für Strahlentherapie und Radioonkologie.

Mit dem knapp zwei Millionen Euro teuren Gerät werden in enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten des St. Joseph-Stift Krebs- und Schmerzpatientinnen und -patienten behandelt. Dabei kommen moderne Bestrahlungstechniken wie Stereotaxie (SGRT) oder oberflächen-gesteuerte Radiotherapie (SGRT) zum Einsatz. Dadurch ist es unter anderem möglich, Patientinnen und Patienten noch präziser zu behandeln. Auch eine besonders schonende Form der Brustbestrahlung wird hiermit angeboten.

Mit dem Ärztehaus Sankt Marien an der Stelle des ehemaligen Schwesternwohnheims ergänzt der Träger das bereits große ambulante medizinische Angebot am Standort um weitere Disziplinen. Insbesondere im Bereich der Frauenheilkunde bietet das Haus damit ein vollumfängliches Behandlungsspektrum. Für das Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie ist es bereits die dritte Praxis im Norddeutschen Raum. Es ist darüber hinaus im Stadtteil Bremen-Gröpelingen und Westerstede vertreten. Die Leitung der Praxis im Ärztehaus Sankt Marien hat Privatdozent Dr. med. habil. Mirko Nitsche übernommen.

Mit Hilfe eines Schwerlastkrans wird der Linearbeschleuniger im Ärztehaus eingebracht.

Foto: St. Joseph-Stift Bremen

Umbauarbeiten in der Endoskopie abgeschlossen

St. Elisabeth-Hospital Beckum erhöht den Standard für Patienten

Komplett umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht wurde die Abteilung der Endoskopie am St. Elisabeth-Hospital Beckum. Auf einer Gesamtfläche von rund 300 Quadratmetern wurden in drei Bauabschnitten im laufenden Betrieb neue, moderne Räumlichkeiten geschaffen, die deutlich kürzere Wege und so die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten ermöglichen.

Der erste Bauabschnitt betraf die Endoskopie-Anmeldung, den Aufwachraum, ein Arztzimmer/Besprechungsraum, einen Funktionsraum für Ultraschall, Punktionen und kleine Eingriffe sowie einen Sozialraum. Nach Fertigstellung wurde auf der Etage der Endoskopie direkt der zweite Bauabschnitt umgesetzt. Investiert wurde hier in Brandschutztüren, Technik und moderne Lagerungsflächen mit Korb-Modul-System.

Im dritten Bauabschnitt wurden schließlich die endoskopischen Eingriffsräume umgebaut und modernisiert.

„Zusammen mit meinem Team aus der Endoskopie freue ich mich darüber, dass wir die Patientinnen und Patienten künftig in sehr modernen Räumlichkeiten willkommen heißen und versorgen können“, so der Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Frank Schlierkamp.

Chefarzt Dr. Frank Schlierkamp freut sich über die neuen, hellen Räumlichkeiten in der Endoskopie am St. Elisabeth-Hospital Beckum.
Chefarzt Dr. Frank Schlierkamp freut sich über die neuen, hellen Räumlichkeiten in der Endoskopie am St. Elisabeth-Hospital Beckum.

Foto: St. Elisabeth-Hospital Beckum